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Die Struktur des IASC

Diese Organe und Gremien fungieren für das IASC:

Im Board sind Vertreter berufsständischer Organisationen aus 13 Staaten zuzüglich bis zu 4 an Rechnungslegungsfragen interessierte Organisationen vertreten; die IOSCO, das FASB und die EU-Kommission nehmen als Beobachter an den Board-Meeting teil. Dem Board obliegt die Geschäftsführung und Lenkung des IASC; es entscheidet ferner verbindlich über die Annahme von Rechnungslegungsgrundsätzen und -prinzipien sowie deren Veröffentlichung als International Accounting Standards (IAS) nach einem entsprechenden Verlautbarungsprozess. Des Weiteren bedürfen die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) vor ihrer Veröffentlichung der Annahme durch das Board. Das Board wird materiell durch einen technischen Mitarbeiterstab unter Leitung des Generalsekretärs sowie administrativ durch ein Executives Committee unterstützt.

Die Consultative Group setzt sich aus Vertretern der internationalen Organisationen der Aufsteller und Adressaten von Abschlüssen, Börsen und Wertpapieraufsichtsbehörden sowie Beobachtern aus Entwicklungsorganisationen, Normierungsgremien sowie staatlichen Organisationen zusammen. Die Consultative Group berät das Board in technischen und strategischen Fragen der laufenden Projekte sowie des Arbeitsprogramms.

Das Advisory Council setzt sich aus hochrangigen Persönlichkeiten in Führungspositionen im Berufsstand oder den Aufstellern und Adressaten von Abschlüssen zusammen. Das Council fördert die allgemeine Akzeptanz der IAS, stärkt durch diverse Maßnahmen die Glaubwürdigkeit der Arbeit des IASC und bemüht sich um die finanzielle Unterstützung der Arbeit des IASC. Zudem soll das Council die Unabhängigkeit und Objektivität des Board bei seinen fachlichen Entscheidungen sicherstellen.

Das Standing Interpretations Committee (SIC) soll unterschiedliche Praxisregelungen der IAS-Anwender zu wichtigen Rechnungslegungsthemen, die wegen fehlender Regelungen in den IAS existieren, bereinigen. Die in Rede stehenden Fragestellungen betreffen ebenso seit geraumer Zeit bestehende Fragestellungen wie neu auftretende Probleme (so genannte emerging issues). Die Zielsetzung des SIC besteht in der Verbesserung der strengen Anwendung und mithin der weltweiten Vergleichbarkeit von nach IAS aufgestellten Abschlüssen durch die autorisierte Interpretation strittiger Rechnungslegungsfragen. Die vom SIC herausgegebenen Interpretationen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch das Board; ihnen kommt ein verbindlicher Charakter zu.

Die Steering Committees sind die zur Durchführung einzelner Projekte eingesetzten Arbeitsausschüsse, die die eigentliche Facharbeit mit Unterstützung des Staff des IASC leisten.

Die Strategy Working Party wurde 1997 eingesetzt, um die Struktur des IASC, die Arbeitsprozesse, die Beziehungen zu nationalen Regulierungs- und Normierungsgremien, den Einfluss des IASC auf Training und Ausbildung sowie die Finanzierung zu analysieren und ggf. Änderungsvorschläge zu erarbeiten. Erste Empfehlungen der Strategy Working Party u.a. zur Einführung eines "Zwei-Kammer-Systems" liegen vor [2] . Mit einer Umsetzung der fundamentalen Empfehlungen ist frühestens im Jahr 2000 zu rechnen.

 

Struktur des IASC:

 

S.a. IASC: International Accounting Standards 1998, Deutsche Fassung, Stuttgart 1998 S. 12 ff.

 


www.iasifrs.de
www.ias-rechnungslegung.com
www.ifrs-rechnungslegung.com

© 2001  Matthias Ax

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 letzte Aktualisierung 12.01.05